Warum Pflege sich rechnet
Der häufigste Grund für einen vorzeitigen Storen-Defekt ist nicht Verschleiss, sondern Schmutz. Laub, das im Kasten liegt, hält Feuchtigkeit und lässt die Wickelwelle korrodieren. Pollen und Staub in der Führungsschiene erhöhen die Reibung, bis der Motor überlastet. Vogelkot auf dem Markisentuch frisst sich in die Imprägnierung. Nichts davon ist dramatisch, solange es früh entfernt wird.
Eine gepflegte Lamellenstore erreicht ohne Weiteres 25 bis 30 Jahre, eine vernachlässigte selten mehr als 15. Bei einer Neuanlage ab CHF 1'200.– pro Fenster ist das ein spürbarer Unterschied. Pflege ist damit die günstigste Versicherung gegen Ersatzkosten, die es gibt.
Was Sie selbst erledigen können
Ein grosser Teil der Pflege ist unkompliziert und ohne Werkzeug machbar. Wichtig ist die Grundregel: nie mit dem Hochdruckreiniger arbeiten, keine Lösungsmittel oder Scheuermittel verwenden und Stoffmarkisen nur trocken ausfahren lassen. Mit lauwarmem Wasser, etwas ph-neutraler Seife und einer weichen Bürste kommen Sie erstaunlich weit.
- 01Lamellen und Raffstore-Panzer mit weichem Tuch und mildem Seifenwasser abwischen, ein- bis zweimal pro Jahr.
- 02Führungsschienen mit einem trockenen Pinsel oder Staubsauger von Laub und Staub befreien, danach nur bei Bedarf mit Silikonspray behandeln.
- 03Markisentuch bei trockenem Wetter abbürsten; Vogelkot und Baumharz zeitnah mit lauwarmem Wasser lösen, nie eintrocknen lassen.
- 04Markisen immer trocken einfahren; wurde nass eingefahren, das Tuch bei nächster Gelegenheit voll ausfahren und trocknen lassen, um Stockflecken zu vermeiden.
- 05Sichtprüfung: einmal im Jahr auf gerissene Gurte, ausgefranste Bänder, lose Schrauben und Roststellen achten.
Was der Fachbetrieb übernimmt
Sobald es um Antrieb, Höhe oder die tragende Mechanik geht, endet die Heimwerkerarbeit. Motoren, Wickelwellen, Federspannungen bei Gelenkarmmarkisen und die Endlagen-Einstellung gehören in Fachhände: Die Federkraft eines Gelenkarms kann erheblich sein, und Arbeiten auf der Leiter am Fenstersturz bergen ein reales Absturzrisiko.
Eine professionelle Wartung umfasst das Schmieren der beweglichen Teile, das Nachziehen der Konsolen, die Kontrolle von Motor und Funkempfänger, das Nachjustieren der Endlagen und die Prüfung der Wind- und Sonnenautomatik. Eine solche Servicerunde kostet je nach Anlagentyp und Anzahl Fenster typischerweise zwischen CHF 120.– und CHF 250.– und amortisiert sich über die verhinderten Folgeschäden meist im ersten Jahr.
Die saisonale Checkliste
Storen brauchen keine ständige Aufmerksamkeit, aber ein paar Fixpunkte im Jahr. Wir empfehlen unseren Zürcher Kunden diesen einfachen Rhythmus, der sich an Wetter und Nutzung orientiert:
- 01Frühling: Grundreinigung nach dem Winter, Führungsschienen von Laub befreien, Funktionstest aller Antriebe vor der Sonnensaison.
- 02Sommer: Markisentuch bei Bedarf abbürsten, Windautomatik prüfen, nach Gewittern auf verbogene Lamellen kontrollieren.
- 03Herbst: Laub aus Kästen und Schienen entfernen, letzte gründliche Reinigung, empfindliche Stoffmarkisen einfahren.
- 04Winter: Aussenanlagen bei Frost nicht bewegen, um Vereisungsschäden zu vermeiden; Store nur bei Bedarf und nach vollständigem Abtauen betätigen.
Wann Sie den Servicemonteur rufen sollten
Es gibt Warnsignale, bei denen Sie nicht bis zur nächsten Saison warten sollten. Ungewöhnliche Geräusche beim Auf- und Abfahren, ein Motor der stockt oder heiss wird, sichtbare Roststellen an der Wickelwelle oder eine Store die schief läuft, deuten auf ein Problem hin, das sich ohne Eingriff verschlimmert.
In der Stadt Zürich und im Limmattal sind wir für Wartung und Service in der Regel innert zwei bis drei Arbeitstagen vor Ort. Für Verwaltungen und grössere Liegenschaften bieten wir Wartungsverträge mit jährlicher Kontrolle und garantierten Reaktionszeiten an, was gerade bei vielen Anlagen die planbar günstigste Variante ist.
